Personen im Kreis

Gastfreundschaft an den Rändern des Mittelmeeres

- 01.07.2025 - 

Gastfreundschaft an den Rändern des Mittelmeeres

Studienreise einer 15-köpfigen Gruppe aus dem Kirchenbezirk Markgräflerland vertieft das Thema Integration von Geflüchteten 
 
Lörrach: Zwischen dem 16. und 24. Mai 2025 machte sich eine Gruppe von 15 Mitarbeitenden des Kirchenbezirks Markgräflerland, darunter PfarrerInnen, DiakonInnen, eine Prädikantin, die Geschäftsführung des Diakonischen Werkes, etc. zusammen mit Reiseleiterin Dekanin Bärbel Schäfer auf den Weg in den Süden Europas auf der Suche nach Hoffnung und Zuversicht für Geflüchtete in italienischen Gemeinden. Ihre Reise führte sie von Camini, Kalabrien, nach Palermo, Sizilien. Dahin, wo viele Geflüchtete mit Booten über das Mittelmeer kommen und an den Küsten anlanden.
 
Es ist bekannt aus den Medien wieviel Hunderte von Menschen in den Fluten umkommen. Von denen, die überleben, weiß man nicht so viel. Sie werden irgendwo Asyl beantragen? Sie werden „weitergereicht“, niemand will sie - es sind eh viel zu viele! „Wir müssen die Grenzen dich machen und Europa sichern,“ ist die gegenwärtige politische Überzeugung.

Mit dieser Debatte im Hintergrund sollte die Reise andere Perspektiven ermöglichen. Was geschieht „da unten“? Wie engagiert sich die italienische Kirche, die Diakonie? Welche Netzwerke können greifen und helfen?
Viele Geflüchtete arbeiten in unwürdigen Bedingungen in der Landwirtschaft Süditaliens und Siziliens. Es ist ein moderner Sklavenmarkt, der innerhalb Europas betrieben wird. Viele wissen es nicht. Viele schauen weg. Die Gruppe aus dem Kirchenbezirk Markgräfler um Dekanin Schäfer hat jedoch Projekte besucht, die mit ganz unterschiedlichen Fördermitteln auf den Weg gebracht wurden, um den Flüchtlingen ein menschenwürdiges, ja, ein glückliches Leben zu ermöglichen. Beteiligt ist dabei immer die evangelische Waldenserkirche in Italien, die wiederum auch mit der badischen Landeskirche verbunden ist.
 
Die Projekte sind beeindruckend! Welche Kreativität, welche Energie und Zähigkeit aufgebracht wird, um z.B. ein kleines Dorf in Kalabrien wieder zu beleben. Damit Einheimische zurückkehren oder nicht abwandern. Damit Geflüchtete sich ein Zuhause bauen können, im wahrsten Sinn des Wortes. Damit sie die Sprache lernen und mit den Anwohnern eine Gemeinschaft bilden können.
 
Lesen Sie mehr über diese inspirierenden Projekte, wenn Sie daran Interesse gefunden haben: 
 
Bild1: Die Reisegruppe aus dem Dekanat Markgräflerland beim Empfang des Bürgermeisters der Gemeinde Camini, Giuseppe Alfarano
Quelle: Karin Racke
 
Bild2: Gasse in der Gemeinde Camini
Quelle: Luca Ghiretti
 
Bild3: Gemälde zum Dank der Rettung aus den Fluten des Mittelmeeres in einer Gasse von Camini
Quelle: Luca Ghiretti
 
Bild4: Die Reisegruppe im Gespräch mit Bewohner der Gemeinde Camini (links)
Quelle: Karin Racke